Jahresrückblick 2020 – ein verrücktes Jahr – Part 1: Januar bis Juni

Hier unser persönlicher Jahresrückblick. Man man man…es ist einiges passiert. Am Anfang des Jahres war unsere Vorstellung vom Jahresablauf eine völlig andere, aber dann kam 2020.

Januar

Am Jahresanfang haben wir uns unter anderem zum Ziel gesetzt, dieses Jahr weniger chaotisch zu arbeiten. Das mit dem Aufräumen und Werkzeug oder Materialien an seinen Platz zurücklegen, insofern es den schon gibt, fiel uns besonders in den arbeitsreichen Zeiten schwer, sodass wir viel Zeit mit unnötigem Suchen verbracht haben. Zudem wurden teilweise Dinge doppelt angeschafft, weil wir Sie nicht so schnell wiedergefunden haben.

Im neuen Jahr wird alles besser! Was also tun? Die Dinge brauchen einen festen Platz und der muss geschaffen werden! Also haben wir uns Regale besorgt, welche zunächst auch einen Platz brauchen. Verrückt wir haben 600 qm zur Verfügung und keinen Platz. Also mussten zunächst die holzwurmzerfressenen Regale im Keller…

Regal

…gegen neue Schwerlastregale weichen.

Nebenbei wurde eine, hinter den Regalen versteckte, schöne alte Holztür freigelegt. Da sich die Türen des vorderen Kellerbereiches deutlich von den eher schlichter gehaltenen Türen im hinteren Kellerbereich abheben, vermuten wir, dass unter anderem hier früher ein Teil des Personals gewohnt hat. Sogar mit Goldrand, hübsch hübsch…

Zu den Arbeiten im Frühjahr gehören wetterbedingt neben Innenarbeiten auch Planungsarbeiten. Da gab es Anfang 2020 genug zu tun. Wir hatten uns vorgenommen das Dach auf der Nordseite der Villa neu zu decken und die Aufbauten wieder im Originalzustand herzustellen. Der Vergleich der alten Bauzeichnung mit unserem Istzustand zeigte, dass hier sehr sehr viel Arbeit auf uns zukommen sollte.

Hier waren Dächer rückgebaut und teilweise verstümmelt wurden. Einer der Schornsteine fehlte und der Zweite war mehr schlecht als recht auf halbe Höhe behelfsmäßig aufgemauert wurden. Die nach der Wende angebrauchten „Plastedachrinnen“ (anderswo auch Kunststoff- oder Plastikdachrinnen genannt 😊) waren nach wenigen Jahren porös geworden und mussten nun auch dringendst ausgetauscht werden.

Zudem wollten wir auf unserer Etage (I. Obergeschoss) den Aufbau des ersten eigenen Badezimmers beginnen. So oder zumindest so ähnlich sollte es nach der Fertigstellung aussehen.

Da wir nun nicht einfach irgendwie was machen, sondern unsere Vorhaben mit dem Denkmalschutz abstimmen, wurde unser Sanierungskonzept für die Restaurierung des Daches von 2019 erweitert und kurz darauf auch genehmigt. Für alle die auch mal in die Verlegenheit kommen so etwas zu schreiben, können wir unser Konzept als pdf-Vorlage an euch verschicken. Schreibt uns einfach an.

Kontakt: henry.korn@villa-korn.de

Einen Ausschnitt des Konzeptes findet ihr in nachfolgendem Link.

Link zum Sanierungskonzept

Februar

Nach der Winterpause hat es wieder in den Fingern gekribbelt und die Arbeiten konnten beginnen. Nun ist es wie beim Schreiben. Die Angst vor dem leeren Blatt ist auf der Baustelle die Angst vor dem ersten Schritt. Von daher werden zunächst alle erdenklichen vorbereitenden Maßnahmen erledigt bevor man sich traut ans Eingemachte zu gehen.

Zu unserer Entschuldigung muss erwähnt werden, dass der Bereich des Gerüstbaus „Neuland“ für uns war und wir auch gehörigen Respekt davor hatten. Zumindest der Teil der Gruppe mit der Höhenangst.

Unserer Gerüstartistin Sonja gehört nicht zu diesem Teil. Wenn’s brenzlig wurde hat sie das in schwindelerregenden Höhen mal eben gemacht.

Aufgrund der nicht ganz unerheblichen Gerüstkosten im Jahr 2019 (die Verlängerung der Gerüststandzeit macht einen arm und äußerst gestresst) hatten wir bei einer Dachdeckerauflösung schon einen ordentlichen Schwung Gerüstteile samt Dachaufzug, Ziegelwagen, Dachböcken und Schuttrutsche gekauft. Leider hat das nicht gereicht, sodass wir einen nicht ganz unerheblichen Teil unseres Jahresbudgets in den Kauf neuer gebrauchter Gerüstteile gesteckt haben. Nun mussten diese nur noch aufgebaut werden.

Auch der Dachaufzug, die Ziegelwagen und die Dachböcke benötigten vorher eine Grundüberholung.

Nachdem diese ersten Hürden überwunden waren, entstand unsere Erstversion des Gerüstes, welches nach den jeweiligen Erfordernissen noch häufig umgestaltet bzw. erweitert werden musste.

Aller Anfang ist schwer…

Aber entgegen der anfänglichen Skepsis ist unser Gerüst gewachsen…

…und gewachsen.

März

So, das Gerüst steht und nun geht’s an die eigentliche Arbeit!
Endlich wurde der erste Ziegel vom Dach genommen …

und eifrig gekämpft…

Bis nur noch das „Dachskelett“ übrig war.

Wenn zwischendurch noch etwas Zeit und Motivation übrig war wurden Nebenbaustellen eröffnet.
Zum Beispiel der Bau eines Frühbeetes bei Nacht.

Wie poetisch!

Nach anfänglicher Euphorie über den schnellen und guten Ablauf der geplanten Arbeiten, haben wir beim Abdecken des Vordaches über dem Haupteingang dann den ersten heftigen Schlag ins Gesicht bekommen. Die Holzunterkonstruktion des Dachstuhles ist komplett vergammelt und wir können baumstammdicke Balken mit der Hand zerbröseln. Ursache war ein nachträglich eigebautes Dachfenster, welches Richtung des Wandanschlusses hin, undicht war.

Die Schalungsbretter des Vordaches sahen leider auch nicht viel besser aus.

Kapuuuutt!

Also wurde alles abgebaut und vorerst für die Restaurierung bzw. Erneuerung eingelagert. Nicht im Haus und nicht in der Nähe von gesundem Holz!!! Nein nein…

Im März wird in Frankreich eine Ausgangssperre verhangen. Die Geschäfte sollen schließen und wir wissen nicht, ob wir bei einem Lockdown, mit der vielleicht auch in Deutschland möglichen Ausgangssperre, in Thüringen oder in Hamburg bleiben sollen. Zudem sollen bis auf die Supermärkte die Geschäfte schließen. Material hatten wir bisher kaum gekauft, somit droht unsere Planung für dieses Jahr nach der sich weiter verschlimmernden Lage komplett hinfällig zu sein. Wir verfolgen mit wachsender Sorge gespannt die Nachrichten und hoffen, dass der Spuk möglichst bald vorbei geht.

Die Kurzarbeit, das Homeoffice, die weiterhin offenen Baumärkte und Baustoffhöfe bewirken genau das Gegenteil von dem, was wir befürchtet hatten. Plötzlich haben wir mehr Zeit und auch das notwendige Material zur Verfügung und können weitermachen. Langweilig ist es uns nicht einen Tag geworden.

Nebenbei können wir noch unser erlerntes Wissen vom Anfang des Jahres absolvierten Baumschneidekurs anwenden und die morschen Äste aus unseren Obstbäumen entfernen. Natürlich in Gesellschaft unserer wolligen Aufpasser.

April

Bisher hatten wir immer bei Henry’s Mama gegessen. Die Coronasituation lässt dies nicht mehr zu, sodass wir unsere alten Kochöfen reaktivieren. Ein bisschen Oldschool, aber durchaus ganz gemütlich.

Abgewaschen wird in der Schüssel. Später bekommen wir Zuwachs. Ein Geschirrspüler wird organisiert. Die wahrscheinlich beste Erfindung der Menschheit nach dem Feuer und dem Rad 😊.

Es haben übrigens nicht nur die Frauen abgewaschen. Bei den Männern gab es nur kein Beweisfoto 😉.

Anfang April haben wir strahlenden Sonnenschein und wir können sogar draußen essen. Es ist so warm, dass sogar noch gewässert werden musste.

Ebenfalls im April kommen unsere neuen Dachziegel. Um 23 Uhr war die Anlieferung. Der Fahrer kam mit einem sehr sehr langen LKW (14 m) unsere kleine Straße hoch. Zum Tor ist er nicht reingekommen, sodass die Straße gut eine Stunde gesperrt war. Abgeladen wurde mit dem Gabelstapler, was den Prozess zusätzlich verzögert hat, da unsere Einfahrt etwas weiter vom Haus entfernt liegt.

Die alten Dachziegel haben wir, sofern es uns möglich und diese noch zu gebrauchen waren, vorm Haus für eine eventuelle Weiterverwendung zwischengelagert. Ganz nach dem ostdeutschen Gedanken: „Das ist doch noch gut!“ und „Wirf das mal nicht weg, das kann man ja nochmal gebrauchen!“

Und siehe da…tatsächlich findet jemand Gefallen an unseren inserierten Ziegeln und ein Teil davon findet ein neues Zuhause bei einer jungen Familie.

Der Rest wird über die Bauschuttrutsche entsorgt.

Nun ist das so eine Sache mit den offenen Dächern.
Nachdem alle Ziegel abgedeckt wurden, müssen auch die alten Dachlatten ab. Aus diesen kann man auch ein sehr schönes Mikado bauen.

Jetzt ist es aber auch schlecht, ein Dach solang offen stehen zu lassen. 2019 hatten wir hierfür sehr viele große grüne Planen zur Abdeckung gekauft, welche wir jeden Morgen ab und am Abend wieder dran geschraubt haben. Das ging eher schlecht und hatte uns viel Zeit gekostet. Dafür war man bei einem plötzlichen Regenschauer relativ geschützt. 2020 haben wir, soweit wir stehen konnten, die Dachlatten von oben her weggenommen und im Anschluss direkt Unterspannbahn aufs Dach genagelt. Normalerweise deckt man nicht von oben nach unten. Allerdings ist so das Dach schneller mit der Unterspannbahn vor Regen geschützt als es der Fall gewesen wäre, wenn wir uns erst mit neuen Dachlatten, inklusive darunter liegenden Konterlatten und Holzfaserplatten, von unten nach oben hätten arbeiten müssen. Zum Glück gab es nicht einen Tropfen Regen während dieser durchaus kritischen Phase.

Nach getaner Arbeit muss auch mal eine Wohlverdiente Pause gemacht werden!

Bei genauerer Betrachtung der ehemaligen Gaubendächer und der Hilfsdachkonstruktion auf dem Treppenhausturm konnte es einem richtig übel werden. Hier wurde zu DDR Zeiten und leider auch noch danach großzügig weggerissen, verschandelt und gepfuscht. Das hatte zur Folge, dass in die betroffenen Bereiche jahrzehntelang Wasser eingedrungen ist und an den Unterkonstruktionen erhebliche Schäden entstanden sind.

Das nachfolgende Bild zeigt die Reste der verstümmelten originalen Holzunterkonstruktion auf der die nordwestliche Zwiebelgaube stand.

Das Treppenhausdach hatte leider ein ähnliches Schicksal. Der komplette Dachstuhl des Zwiebelturms wurde entfernt und gegen ein behelfsmäßiges Flachdach mit Dachpappe ausgetauscht, welches schon länger undicht war. Und nein, es hilft nicht noch eine weitere Schicht Dachpappe über die bereits existierenden zehn Schichten zu werfen, um das Dach abzudichten! Dafür freut sich der Wertstoffhof über die zusätzlichen Einnahmen bei der Verwertung von Sondermüll.

Wenn man genau hinschaut, kann man zwischen den alten abgeschnittenen Dachrinneneisen noch Bruchstücke der ursprünglichen verbauten lilafarbenen Lehestener Schieferplatten erkennen. Ein paar davon haben wir im Ganzen retten können. Eine Verwendung für den alten lila Schiefer haben wir auch schon im Sinn, aber dazu vielleicht mehr in einem späteren ganz ganz spannenden Beitrag über Zwiebeldächer und Schieferbilder.

Aus den Resten der alten Balken wurde dieser sehr spezielle Dachstuhl zusammengenagelt.

Die Abdichtung des Treppenhauses erfolgte zunächst mit einem Behelfsdach aus grüner Plane.

Mitte April sah unser Zwischenergebnis recht respektabel aus und wir hatten guten Grund zur Annahme, dass wir das alles 2020 bewältigen können. „Wir schaffen das!“

Aaaaber… es kam anders. Erneut finden wir bis dahin versteckt gebliebenen Verfall an der Dachunterkonstruktion. Die Balken in der Toilette und im Bereich der innenliegenden Dachrinne an der Nordostseite sind nicht mehr zu retten.

Die bis dahin noch als gut eingestufte Balkenkonstruktion des Haupteinganges und das Treppengeländer mussten auch noch demontiert werden. Auch hier waren die dicken Balken innerlich morsch und gammelig.

Auch an der Nordwestseite musste ausgebessert werden. Hier waren die Schäden jedoch nicht ganz so schlimm.

Auf der Seite unserer Toilette haben wir immer mehr gefunden und mussten Stück für Stück weiter zurückbauen, sodass am Ende nicht mehr viel übrig war von unserem Dachstuhl und auch nicht von unserer Toilettengaube samt Toilette.

Von da an war es etwas luftiger auf Toilette und man konnte abends zu den Sternen schauen. Auch irgenwie schön aber doch recht kühl am Abend und in der Nacht. Ein ganz neues und offenes Wohnkonzept ist damit für uns entstanden.

Um die Toilette auch bei Regen noch benutzen zu können, wurde ein Behelfsdach oberhalb des kompletten Dachstuhles gebaut und anschließend begonnen das Dach mit Holzfaserplatten und neuen Latten einzudecken. Von da an war der Blick auf die Sterne wieder verborgen.

Mai

Es wurde fleißig gesägt und gelattet und bis Mitte Mai hatten wir ca. die Hälfte des Daches geschafft.

Parallel wurde auch in Hamburg gearbeitet und unter anderem unsere alte Schubkarre überholt. Schick schick und bereit zur Probefahrt… brum brum…Schubkarre fahren!

Am 20. Mai war das Dach dann fertig eingelattet und wir hatten den Großteil unserer 3 km Dachlatten per Hand aufgenagelt. Aus Teilen des Teams wurde der Wunsch nach Anschaffung eines Akku Naglers lauter.

Die Aussicht von Oben entschädigt für die entstandenen Mühen.

Da wird die Welt untendrunter ganz klein.

Sehr sehr klein.

Auch die Arbeiten an den innenliegenden Dachrinnen auf der Nordwestseite gingen, nach anfänglicher Verwirrung über die notwendigen geometrischen Bedingungen am realen Objekt 🤓, voran.

Zeit für ein Päuschen in der Hängematte…

und anschließend etwas entspannte Gartenarbeit.

26. Mai endlich, er ist da! Befreit aus der Knechtschaft des Abspülens. Wir sind jetzt stolze Besitzer eines Geschirrspülers mit Trockenfunktion. In Hamburg zieht man gern um und da fällt das ein oder andere Gerät günstig ab. Gut für uns.

Juni

Nach der Pause war es an der Zeit sich um die Schornsteine zu kümmern. Leider wurden die zwei 2019 auf der Südseite neu gemachten Schornsteine mit den falschen Steinen gemauert. Und dies von der einzigen „Fachfirma“ (Maurermeister: „Das haben wir schon immer so gemacht.“), die wir seit Baubeginn beauftragt hatten. Nun durften wir die Schornsteine erneut abreissen und anschließend wieder aufmauern lassen. Diesmal allerdings mit den richtigen Steinen. „Wir bauen auf und reißen nieder – so ham wa Arbeit immer wieder!“

Wir widmen unsere Arbeitskraft in diesem Jahr unglücklicherweise nun vier Schornsteinen statt der eigentlich geplanten Zwei.
Also heisst es einen Teil des 2019 neu gedeckten Daches der Südseite abgedecken, die zwei Schornsteine am First einrüsten, abzureissen und diese wieder neu aufbauen. Hierzu brauchte es eine Arbeitsplattform für jeden Schornstein. Ebenso benötigten wir ein Dachgerüst für die zwei nördlichen Schornsteine, welches wir uns großzügiger Weise von Herrn Deike, dem freundlichen und sehr kompetenten Gerüsthändler unseres Vertrauens, ausleihen durften. Es gibt sie also noch, die Handwerker mit Berufsehre, für die es nicht nur ums schnelle Geld geht.

Also nicht lang ärgern, sondern ran ans Werk und Gerüstteile nach oben bringen!

„Schaut euch unser Werk an!“ Nach Aussage der zweiten richtigen Maurer Fachfirma eines der sichersten Gerüste auf denen sie bisher gearbeitet haben. „Sogar mit Geländer“ Manchmal fragt man besser nicht weiter nach.

Danach gings an den Abriss der Schornsteine auf der Südseite. Ein undankbarer Job, da beim Abriss nichts auf die erst neu gemachte Dachseite fallen durfte. Das ist natürlich auch nie passiert! Nein nein…hüstel …hüstel… 🤥

So ein Schlaghammer kann bei längerer Benutzung auch ganz schön schwer werden. Genau wie die Arme am Abend.

Zum Glück konnte man Abends seine Kräfte am Lagerfeuer wieder auffrischen.

Mit den schönsten Sonnenuntergängen und das ganz ohne Photoshop und Filter.

Für die Außenarbeiten Holz schleifen und streichen, sowie für den Nachbau bzw. die Ausbesserung unserer alten Balken haben wir im Juni ein robustes Zelt gekauft. Die vorherigen Versuche mit einem viel zu günstigen Pavillon mussten nach dem ersten Sturm als gescheitert erklärt werden.

Jetzt konnten wir auch bei Regen entspannt unseren Dachstuhl an der Toilette reparieren ohne nass zu werden.

Die 90° Rundung im Dach stellte uns nicht nur bei der Rekonstruktion des Dachstuhles (schön lange Schifterschnitte und alles muss am Ende auch noch passen) sondern auch später noch, bei der Eindeckung mit den Biberschwanzziegeln, vor neue Herausforderungen. Der Ziegelboden wurde mit Zementschlämme ausgegossen um die mit der Zeit entstandenen Hohlräume zwischen den Ziegeln wieder zu schließen.

Jetzt mussten nur noch die Zwischenräume wieder mit den guten Vollziegeln im Reichsformat ausgemauert werden. Wenn’s nicht gepasst hat wurde kurzerhand der Winkelschleifer zu Hilfe genommen.

Unterhalb sehen Sie unser neuestes Kunstwerk. Wir nennen es „Der Mann der aus der roten Wolke kam“

Thüringen Mitte Juni, ein Sturm zieht auf, das Vordach hält, der Kirschbaum bricht. So ein Mist, unser schöner alter Kirschbaum ist entzweigebrochen. Wir versuchen ihn so gut es geht zu verarzten und räumen den abgebrochenen Teil des Baumes weg. Wie es sich zeigt ein tagfüllendes Werk.

Danach wird an den Zwiebelgauben und am Dachstuhl der Toilette weitergearbeitet. Die Gauben nehmen so langsam Gestalt an.

Der Plan für die Zwiebel steht auch schon. Den hatten wir bereits letztes Jahr erstellt.

Zunächst mussten die Turmstreben ausgesägt und gefräßt werden. Ganz schön viele Einzelteile sind das am Ende.

Die Bodenplatte wurde per Hand nach oben gebracht und anschließend montiert.

Nebenbei wurde noch etwas Holunderblütensirup hergestellt.

Ende Juni wird mit dem Aufmauern des nordwestlichen Schornsteins begonnen.

Eine ungefähre Vorstellung wie es mal aussehen sollte hatten wir auch schon erarbeitet. Jetzt standen uns nur noch so unwichtige Details wie die praktische Umsetzung des ganzen Plans im Wege.

Falls ihr Lust habt uns auch noch im zweiten Teil des Jahres zu begleiten könnt ihr gern im nächsten Beitrag „2020 – ein verrücktes Jahr – Part 2 Juli bis Dezember“ weiterlesen.

Spannend wird das noch… jaha!

3 Gedanken zu „Jahresrückblick 2020 – ein verrücktes Jahr – Part 1: Januar bis Juni

  1. Ihr lieben 4 Pößnecker Baudamen und Bauherren,
    liebe Sonja und Barbara, lieber Henry und Dennis,

    die Zeit ist schon lange ran, dass wir zwei Köstritzer euch jetzt endlich gemeinsam ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr wünschen.
    Diese kurzen Worte, die im vorigen Satz stecken, reichen mir aber noch lange nicht, um euch meine vielen Gedanken, die ich immer wieder habe, wenn ich im Internet die gesamte bisherige Ausführung über euer großes Projekt anschaue und lesen kann, und wir uns bei euch vor Ort umschauen dürfen.
    Wir sind beide stolz, dass es Menschen wie euch gibt, die ihre junge und kostbare Lebenszeit aufbringen und sich mit so einem Objekt befassen.
    Doch obwohl wir uns nur so selten sehen, habe ich das Gefühl von Anfang an gehabt, dass ihr alle gemeinsam mit der Korn´s – Villa tief verbunden und verwurzelt seid. Wir freuen uns, und ich als dein Onkel mit meiner lieben Angelika zusammen, Henry, dass ihr wisst, was Eigentum bedeutet. Auch wenn es oft für euch sehr hart erscheint.
    Es hat sich in den 3 Jahren bei euch in Pößneck auf dem Grundstück und am Gebäude sehr viel verändert. Ihr habt dabei gespürt, dass es immer wieder Situationen gibt, wo ihr auf Stellen kommt, wo ihr nicht mehr weiterwisst. Tag für Tag in eurer freien Zeit auf das Schlimme gefasst und immer so eine Arbeit vor den Augen zu haben, dass muss erst einmal verkraftet werden.
    Ihr habt ausreichend im Vorfeld über eine Sanierung eurer Fabrikantenvilla
    recherchiert. Wie ihr im Quartett gemeinsam von oben beginnend nach unten und nach den neuen Bauverordnungen alles umarbeiten müsst. Das war von Anfang an euer gemeinsamer Wunsch und Wille alles bis zum Ende durchzuführen, weiterhin viel Glück ihr fleißigen Handwerker.
    Auf vielen Gebieten seid ihr schon reinste Experten, besonders in der luftigen Höhe bei der Dacheindeckung mit den schönen Biberschwänzen, den tollen Gauben und den nicht zu übersehenen Schornsteinen mit der besonderen Abdeckung. Der Hingucker ist natürlich die Ausführung der Zwiebeltürmchen und die sehr aufwendigen und fachgerechten Spenglerarbeiten. Das Villen- Dach wirkt jetzt schon und ist eine Pracht. Da steckt bisher sehr viel Kraft und Schweiß drin.
    Nehmt weiter das, was ihr noch schaffen müsst ernst, denn das ist euer Lebensziel und erfreut euch stets über das Selbstgeschaffene am Tagesende.
    Nun möchte ich nicht weiter thematisieren. Diese Gedanken musste ich einmal loswerden, und das werden bei uns nicht die Letzten sein, die immer von uns bei euch sind.
    Bleibt weiterhin negativ und gesund, viel Kraft und ausreichend Energie.

    Auf Sonja und Dennis kommen ja auch bald ganz neue Erfahrungen zu. Dazu wünschen wir euch natürlich alles alles Gute.

    Viele Grüße von Haus zu Haus von
    Eberhard und Angelika

  2. Liebe Sonja, lieber Dennis, liebe Barbara, lieber Henry,

    Ich habe Euren verfassten Bericht des Jahres 2020 sehr intensiv gelesen. Ihr habt alle durchgeführten Arbeiten wunderbar geschildert und auch tolle Fotos dazu gemacht. Ihr habt oft über Eure Kräfte hinaus Arbeiten vollbracht, die so leicht kein Anderer vollbringen würde. Ihr seid zum Schluss der Arbeiten für das Jahr 2020
    ein eingearbeitetes Team gewesen. Auch dein langjähriger Schulfreund Steffen hat ein Meisterwerk vollbracht.
    Allein der erste mit Schiefer eingedeckte Turm verlangte von Ihm eine mustergültiges Können. Auch unser Markus hat goldene Hände. Seine Holzarbeiten sind hervorragend geworden. Bei Wind und schlechtem Wetter habt Ihr alle miteinander vollen Einsatz gezeigt.

    Dafür möchte ich mich als Mama von Henry bei euch recht ❤️ lich
    bedanken.

    Ich wünsche Euch allen ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr “ 2021″. Bleibt verschont von Corona, damit wir Ende Januar den neuen Erdenbürger gebührend empfangen können.

    Pößneck, 07.01.2021
    ☘️☘️☘️☘️

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